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 Informationen über Langeoog

 

Langeoog (friesisch:lange = lange, oog = Insel, also lange Insel, was die Inselform gut beschreibt)

Langeoog hat eine Fläche von rund 20 Quadratkilometer und einen etwa 14 Kilometer langen Sandstrand. Dem Strand schließt sich eine Dünenlandschaft mit bis zu 20 m hohen Dünen an. Die höchste Erhebung ist die Melkhörndüne mit etwas mehr als 20 m, die lange auch die höchste natürliche Erhebung Ostfrieslands war. Auf der Insel gibt es einen kleinen Wald, in dem sich ein Fitnesspfad sowie Wander- und Reitwege befinden. Obwohl Langeoog vom Salzwasser der Nordsee umgeben ist, befindet sich im Inselkern ein Süßwasservorkommen, das je nach Dünenhöhe unterschiedlich groß ist. Unter den Dünen Langeoogs hat sich im Pirolatal eine mächtige Süßwasserlinse gebildet, die aber seit mehreren Jahren stark gefährdet ist, da die Sturmflut im Winter die Schutzdünen nördlich des Pirolatals immer mehr abbrechen lassen.

 

Die Entstehung von Langeoog

Langeoog gehört zu den sieben bewohnten Ostfriesischen Inseln. Dieser dem Festland vorgelagerte Inselgürtel besteht nicht, wie an der schleswig-holsteinischen Küste, aus Überresten eines durch Sturmfluten zerschlagenen Festlandes, sondern setzt sich aus Düneninseln zusammen.

Der erste urkundliche Nachweis von Langeoog stammt aus dem Jahre 1398. 1920 und später freigelegte Spuren deuten jedoch auf eine Besiedlung bereits im 13. und 14. Jahrhundert. 1625 gab es auf Langeoog sieben Haushaltungen und einen Inselvogt.

Anfang des 18. Jahrhunderts lag das Dorf im Osten der Insel, etwa bei "Melkhörn". Dort wurde auch eine Kirche gebaut. Die große "Weihnachtsflut" von 1717 brach die Randdünen zum heutigen "Großen Schloop" (Schloop, Sloop = ehemaliger Dünendurchbruch) durch und riss die Insel in drei Teile. Die Kirche und das Pfarrhaus wurden zerstört, die Insulaner wanderten bis auf vier Familien ab. 1721 ist die schwer heimgesuchte Insel entvölkert. Erst Jahre später setzt die Neubesiedlung ein. 1741 baut Vogt Taaken im Osten der Insel eine Wohnstätte, die heutige Meierei. Im Jahre 1800 gilt das Inseldorf, das wieder im Westen liegt, als gesichert.

Das Badeleben auf Langeoog beginnt 1830 mit dem Amtsrichter von Vangerow als ersten Badegast. Das erste Gästehaus ("Zum Fürsten Schaumburg-Lippe") wird 1863 gebaut. 1888 übernimmt das Hospiz das Seebad und stellt einen Badekommissar ein. Erst 1927 geht der Badebetrieb in die Hand der Kurverwaltung über. Die Schiffahrt der Inselgemeinde Langeoog führt den Fährbetrieb der Reederei "Esens-Bensersiel-Langeoog" fort. Heute hat Langeoog rund 150.000 Gäste pro Jahr mit mehr als 1,4 Millionen Übernachtungen.

 

Bildung

Langeoog verfügt mit der Inselschule Langeoog über eine Grund-, Haupt- und Realschule mit Schule für Lernhilfe. Die derzeitige Schülerzahl liegt bei circa 110 Schüler der Insel, die das Abitur machen möchten, besuchen nach der zehnten Klasse das Niedersächsisches Internatsgymnasium in Esens. Die Schüler des Internates kommen zu über 90 Prozent von den Ostfriesischen Inseln. Durch die Schulstrukturreform in Niedersachsen und den damit verbundenen Wegfall der Orientierungsstufe kann es in Zukunft bereits für Schüler ab dem Alter von zehn Jahren nötig werden, nach der vierten Klasse auf das Internat zu wechseln.

Jedes Jahr zu Pfingsten treffen sich ehemalige Schüler und Lehrer des im Jahre 1988 geschlossenen Nordseegymnasiums und des dazugehörigen Internats auf der Insel. Das seitdem leerstehende Gebäude des Internats wurde am 13.Mai 2009 bei einem Brand vollständig zerstört.

 

Es gibt so viel zu sehen auf Langeoog.

Wer will, kann jeden Tag immer wieder Neues entdecken

 

Wen die Seefahrt interessiert, den zieht es zum Schiffahrtsmuseum und zum alten Rettungsboot "Langeoog".   Manche Gäste reizt auch ein Ausflug zum Dünenfriedhof, wo sich u.a. die letzte Ruhestätte der berühmten Lale Andersen befindet.

Einen Ausflug wert ist auch die 20 Meter hohe Melkhörndüne, eine der höchsten Erhebungen Ostfrieslands.